Aufmaß nach VOB

Was Sie beachten sollten

Jede Branche im Handwerk ist mehr oder weniger ein kunstreicher Beruf. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird in diesem Bereich sehr viel von Hand gearbeitet und hergestellt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Abmessungen genau erfasst werden. Genau dafür gibt es Aufmaße, die nach der VOB geregelt sind. Die VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) regelt allgemeine Vertragsbedingungen für Bauleistungen und ist für viele Handwerker und Bauherren die Grundlage.Vor allem auf Baustellen, sind Aufmasse unerlässlich, stellen diese doch die Grundlage für eine gute und hochwertige Arbeit dar.

Unter Aufmaß versteht man letztendlich das Ausmessen und Aufzeichnen von bereits bestehenden Gebäuden oder Bauwerken. Darunter fallen aber auch Möbel oder Konstruktionen aus Glas. Dabei dient das Aufmaß aber nicht nur zur Erfassung von Abmessungen, sonder stellt ein Urdokument dar und dient als Grundlage für alle weiterführende Arbeiten.

Gleichzeitig hilft es auch dabei, den Umfang der Bauleistung wie auch den Materialbedarf zu ermitteln. Mit Hilfe der ermittelten Werte lassen sich zudem genaue Stücklisten und Konstruktionspläne erstellen. Zeitgleich gilt das Aufmaß, da es in der Regel als erstes erstellt wird, als Urdokument und somit als Grundlage für alle weiterführenden Arbeiten rund um die Baustelle und den Auftrag im Allgemeinen.

Im § 2 Nr. 2 der VOB/B wird zudem genau geregelt, dass ein Aufmaß zur Erstellung der Vergütung die Basis bildet und auch dafür benötigt wird. Des Weiteren heißt es im § 14 Nr. 2, dass nicht nur der Auftragnehmer den Leistungsumfang anhand des Aufmaßes ermitteln sollte, sondern dies zusammen mit dem Auftraggeber tun sollte. Nur so lassen sich Missverständnisse ausräumen und späterer Ärger vermeiden. Ebenfalls schafft dies eine Vertrauensbasis zwischen Kunden und Handwerker, die für eine gute Zusammenarbeit unerlässlich ist.

Aufmaße im Glasbereich

Vor allem der Beruf des Glasers zählt zu denen, bei welchen genaues Arbeiten und das Erfassen von Maßen besonders wichtig sind, um zur hohen Qualität des Endproduktes beizutragen. Dabei sollten alle anfallenden Leistungen und Arbeiten, bereits bei der Erstellung des Aufmasses aufgenommen werden. Sollten zusätzliche Arbeiten anfallen, die zuvor nicht dokumentiert wurden, sind diese zwar separat zu berechnen, aber vorher mit dem Auftraggeber noch zu besprechen. Denn nicht vorher mit dem Auftraggeber abgesprochene Arbeiten können dazu führen, dass diese vom Kunden auch nicht bezahltwerden.

Eine Fehlerquelle stellt in den meisten Fällen ein von Hand erstellte Auflistung von Arbeiten dar. In diesem wird meist die benötigte Menge an Material und dergleichen erfasst und dokumentiert. Schnell kann es dazu kommen, dass Angaben versehentlich vergessen, oder gar nicht erfasst werden. Ebenso darf nicht vergessen werden, bereits beim Aufmaß geltende baurechtliche Vorschriften und Verordnungen mit zu berücksichtigen.

Sollten vor Auftragsbeginn Bedenken betreffendend des Auftrages aufkommen, zum Beispiel was die Wünsche des Kunden und deren Durchführbarkeit angeht aufkommen, sind diese ebenfalls unverzüglich dem Auftraggeber mitzuteilen und eventuelle Änderungen festzuhalten.

Ein weiterer Punkt wird oft vernachlässigt. Leider wird meist zu spät abgeklärt, ob wichtige Zufahrten zu Beginn der Arbeiten frei zugänglich und auch befahrbar sind. Ebenso wichtig ist es auch zu wissen, ob eventuelle Aufzüge von den Handwerkern mitbenutzt werden dürfen und zudemvoll funktionstüchtig sind. All dies sind Dinge, die vor Auftragsbeginn abgeklärt werden müssen, damit ein einwandfreies Arbeiten überhaupt möglich ist. Zudem müssen alleAbsprachen noch zusätzlich dokumentiert werden, damit keine Informationen verloren gehen. Auch Dokumentationenmit Foto können dabei hilfreich sein.

Das Zeichentool als Allrounder

Gerade für Aufmaße nach VOB eignet sich das Zeichentool ausgezeichnet. Denn hier lassen sich alle wichtigen Maße schnell und unkompliziert mit nur wenigen Eingaben eintragen und bei Bedarf können auch vor Ort erste Zeichnungen erstellt werden. Zudem lassen sich auch Absprachen mit dem Kunden direkt in das Zeichentool übertragen. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn der Kunde zu bestimmten Arbeiten spezielle Wünsche geäußert hat. Diese können dann zum Beispiel direkt in den Rapporten vermerkt werden. Auch können im Zeichentool die Glasarten und Farbtöne exakt definiert werden.

Ein weiterer Vorteil des Zeichentools liegt darin, dass die Maße maßstabsgetreu übernommen werden können. Die Pläne und Zeichnungen können dann dem Kunden direkt vor Ort gezeigt werden, was Wege und Zeit spart. Zudem können im Tool ebenfalls sehr schnell benötigte Stückzahlen erstellt werden. Gleichzeitig können Besonderheiten an Ort und Stelle durch Fotos direkt im Zeichentool gespeichert werden. Dazu empfiehlt es sich, dass Zeichentool zusammen mit einem leistungsstarken Tablet mit hochauflösender Kamera zu verwenden. Auch das Erfassen von Arbeitszeiten und wichtigen, weiterführenden Informationen lassen sich problemlos im Zeichentool vermerken. Somit ist das Zeichentool der Perfekte Allrounder speziell für das Glashandwerk.

Menü