Reinigung von Glas – Den Durchblick behalten

Reinigung von Glas

Den Durchblick behalten

Trotz der Tatsache, dass Glas an sich ein sehr hygienischer Werkstoff ist, gibt es einige Feinheiten zu beachten, wenn es darum geht, es zu reinigen. Eine der vorteilhaftesten Eigenschaften von Glas ist, dass weder Säuren, noch Laugen ihm etwas anhaben können und dass Schmutz auf der glatten Oberfläche kaum haften kann. Leider verhindert dies nicht, dass es auch bei Glas zu optischen Mängeln kommen kann, weshalb sich oft die Frage stellt, wie man bei einer bestimmten Art von Verschmutzung reagieren sollte.

Allgemein ist zu beachten: Jede Oberfläche kann zerkratzt werden – davon ist Glas nicht ausgenommen. Vor allem dann, wenn es nicht satiniert und glänzend ist, sind sichtbare Kratzer keine Seltenheit. Im alltäglichen Umgang, sowie bei der Reinigung ist also eine gewisse Obacht geboten. Bei der regelmäßigen Pflege ist stets mit reichlich sauberen Wasser zu arbeiten und als Reinigungswerkzeuge eigenen sich Mikrofasertücher, Leder, Schwämme, Fensterwischer, Glasschaber und viele mehr.

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Aber nicht nur auf das Werkzeug kommt es an, sondern auch das Lösungsmittel (Spiritus, Azeton, Waschbenzin) welches man verwendet, um das Glas zu reinigen ist entscheidend. Alkalische Laugen, Säuren oder auch fluoridhaltige Mittel sollten nicht angewendet werden.

Für grobe Verschmutzung

Nach der Reinigung neigt man dazu das Glas abzutrocknen, was auch sinnvoll ist, aber es sollte unbedingt darauf geachtet werden dies nicht mit zu großem Druck zu tun. Auf der Glasoberfläche können teilweise optische Effekte auftreten, die durch die Nässe bedingt sind. Dies liegt dann nicht an einer Verunreinigung, sondern ist produktspezifisch, nicht zu vermeiden und kein Reklamationsgrund.

Reinigung von Verbundsicherheitsglas (VSG)

Besonders bei Verbundsicherheitsglas (VSG) ist zu beachten, dass die PVB Folie nicht zu lange Feuchtigkeit ausgesetzt sein darf. Daher empfiehlt es sich bei beispielsweise Dachverglasungen die Tropfkante mit einer Stufe auszuführen, um Schäden im Randbereich zu vermeiden – vor allem dann, wenn das Glas draußen der Witterung ausgesetzt ist. Im Innenbereich ist dies überflüssig und ein einfaches Abtrocknen reicht aus, um Feuchtigkeit im Folienbereich zu vermeiden.

Reinigung von Einscheibensicherheitsglas (ESG)

Wenn man Einscheibensicherheitsglas (ESG) reinigen möchte, sollte man immer daran denken, dass dieses thermisch vorgespannt ist und somit bei einer Beschädigung sehr zerbrechlich, da dann das Spannungsgleichgewicht innerhalb des Glases zerstört ist. Hart Stöße oder Schläge sind deshalb logischerweise zu vermeiden. Auch wenn ESG sehr wärmebeständig ist, sollte man es nicht direkt als Pfannenunterlage verwenden, da nicht nur die Hitze eine Gefahr darstellen könnte, sondern durch die Eiserne Pfanne auch Kratzer entstehen können.

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Reinigung mit Spiegeln

Bei der Reinigung von Spiegeln ist besonders zu beachten, dass die Kanten besonders die untere – abgewischt werden, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit den hinteren Schutz Belag des Spiegels zerstören.

Reinigung von Fensterrahmen

Beim Fensterputzen sollte man Scheibe und Rahmen getrennt reinigen, da der Rahmen durch die auf dem Glas verwendeten Lösungsmittel angegriffen werden könnte und somit seine Oberflächenstruktur verändern könnte. Außerdem sollte man die vom Hersteller des Rahmens gelieferten Vorschriften zur Reinigung einhalten.

Stark verschmutzte und verkalkte Gläser

Generell gilt, dass stark verschmutzte Gläser mit viel sauberem Wasser zu reinigen sind, um den Scheuereffekt durch Schmutzpartikel zu vermeiden. Es sollten nur Schwämme mit blauem oder weißen Flies verwendet werden (niemals solche mit Grünem). In keinem Fall sollten scheuernde Mittel verwendet werden. Für hartnäckigere Verschmutzungen durch Kalk oder ähnliches eigenen sich Flecken-Radierer, Kalkentferner, Essig, Zitronensteine oder auch Bimssteinpulver.

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Reinigung mit Glasreiniger

Wenn man Fingerabdrücke und Fettflecken entfernen möchte, bietet es sich an, auf einen handelsüblichen Glasreiniger zurückzugreifen. Dieser wird dann mit Hilfe eines fusselfreien weichen Baumwolltuchs auf der Oberfläche verteilt – ohne dabei einen zu großen Druck auszuüben. Diesen Wischvorgang sollte man so lange fortsetzen, bis der Reiniger gleichmäßig abtrocknet – je gleichmäßiger dies geschieht, umso unwahrscheinlicher ist eine Wolkenbildung.

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Reinigung mit Zeitungspapier

Die Zeitung von gestern zum Abtrocknen der Scheiben nach der Reinigung zu verwenden, ist absolut keine gute Idee. Die Druckerschwärze könnte sich lösen und sich als Film auf der Oberfläche oder dem Rahmen niederschlagen – diesen wieder zu entfernen wird mühsam. Alternativ ist die Reinigung mit Küchenpapier zu empfehlen.

Reinigung mit Glashobelklingen

Das Reinigen mit einer Glashobelklinge wird Laien nicht empfohlen, da das Risiko groß ist, die Oberfläche des Glases zu verkratzen. Sie sollte nur eingesetzt werden, wenn kleine Farbspritzer oder ähnliches entfernt werden muss und dann am besten von einem Fachmann. Sollte man sich jedoch selbst daran trauen, ist es wichtig das Glas mit viel Wasser bzw. Reinigungsmittel zu benetzen, um eine Art Schmierfilm zwischen Oberfläche und Klinge zu schaffen. Des Weiteren sollte die Klinge regelmäßig ausgetauscht werden, da Beschädigungen an dieser zu Kratzern auf dem Glas führen.

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Pflege von schutzabweisenden Nano-Beschichtungen

Schmutzabweisende Oberflächen sollten regelmäßig mit einem Glaswischer oder einem feuchten Baumwolltuch, Schwamm oder Fensterleder gereinigt werden. Ein Beispiel hierfür sind Duschtrennwände und ähnliche.

Schmutzabweisende Glasbeschichtungen

Glatte Glasoberflächen, die schmutzabweisend beschichtet sind, sollten niemals mit einem Mikrofasertuch gereinigt werden, da dann die Gefahr besteht, die Beschichtung abzutragen. Es empfiehlt sich auf einen Glasreiniger zurückzugreifen, der Seifenrückstände und Verkalkungenentfernt.

Erblindete Gläser – Oberflächenauslaugung

Der schlimmste Schaden, den ein Glas davontragen kann, ist das Erblinden – dann lässt sich ein Austauschen nicht vermeiden. Besonders häufig zu beobachten ist dieser Schaden bei Dachverglasungen oder undicht gewordene Isoliergläser, wenn das Wasser nicht ablaufen kann, dann dort stehen bleibt und dann in Kombination mit der Wärme des Sonnenlichts Natrium aus dem Glas herauslöst (Ionenaustausch). Daraus resultiert eine ätzende Natron Lauge, die das Glas auf lange Sicht erblinden lässt. Deshalb sollte man nicht auf die regelmäßige Reinigung verzichten, wobei nicht jedes Glasdach ohne weiteres zu betreten ist und deshalb am besten von unten gereinigt wird. Zur Not ist es hilfreich auf die Expertise eines Fachmanns zurückzugreifen.

Es gibt beinahe unendlich viele Möglichkeiten von Verschmutzungen, die man auf Glas finden kann. Wir können leider nicht für alle Empfehlungen abgeben, aber hoffen einen guten Überblick gegeben zu haben. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen empfehlen wir Vorversuche an nicht sichtbaren Stellen. Die von uns getätigten Angaben sind lediglich Empfehlungen, die auf jahrelanger Erfahrung beruhen, aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben.

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